Das Theaterstück der 10. Klassen des Salza-Gymnasiums liegt ein paar Wochen zurück. Mittlerweile haben die Schülerinnen und Schüler die Hürde der BLF beinahe vollständig gemeistert. Da lohnt es sich in Erinnerungen zu schwelgen an zwei denkwürdige und unvergessliche Theaterabende:
Die Anspannung und Aufregung der Schülerinnen und Schüler war sicherlich immens hoch, als es am Montag, den 27.04.2026, hieß: „Vorhang auf!“ im Kultur- und Kongresszentrum der Stadt Bad Langensalza. Auch in diesem Jahr präsentierte der Kurs „Darstellen und Gestalten“ der Klassenstufe 10 unter der Leitung von Frau Eichhorn das Ergebnis von monatelanger Arbeit, viel Engagement und der „Extra-Meile“, die man gehen muss, um ein Theaterstück dieser Qualität auf die Bühne bringen zu können. Dieses thematisierte hochaktuelle Themen wie Machtmissbrauch, Manipulation durch Medien und die ständige Suche nach Selbstoptimierung.
Eine Gruppe Jugendlicher erfährt, wie schnell aus Spaß Ernst werden kann, als sie von einer Sekunde zur anderen Teil eines Experiments werden und sich als Gefangene in einer Lagerhalle nur noch eine einzige Frage stellen: Wie können wir dieser ausweglosen Situation entkommen? Auf der Suche nach Antworten zeigt sich, was es heißt Mitläufer zu sein und wie skrupellos Menschen in Ausnahmesituationen agieren können. Die Darstellerinnen und Darsteller hauchten den Charakteren Leben ein, indem sie um Macht kämpften, sich gegenseitig ausspielten, um Essen stritten und Teil einer Gruppendynamik wurden, die immer mehr aus dem Ruder lief.
Das Stück verarbeitet den sich immer rasanter entwickelnden Fortschritt und die Abhängigkeit, in die sich Menschen im Sinne der Selbstoptimierung begeben. Hier kommen die sogenannten „Sync-Armbänder“ ins Spiel, die auch optisch zeigen, welcher Gruppe man angehört und ob das eigene Leben von Erfolg gekennzeichnet ist. Gesteuert wird dieses Experiment durch skrupellose Wissenschaftlerinnen, deren Ansinnen es ist, die Probanden schrittweise in immer härtere Ausnahmesituationen zu bringen, um so neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Ruhm zu erlangen. Der Plot-Twist und das schockierende Ende zeigen dann die unumgänglichen Konsequenzen auf – Da stockte den Zuschauerinnen und Zuschauern definitiv der Atem. Das Stück sensibilisierte wichtige Themen und regte zum Nachdenken an.
Gleichermaßen fehlte es aber nicht an Humor und Szenen, die zeigten, dass man beides elegant miteinander verbinden kann. Einfach ein rundum gelungener Theaterabend. Es fällt im positiven Sinne schwer besondere Leistungen hervorzuheben, da alle Schülerinnen und Schüler zeigten, welches schauspielerische Talent in ihnen schlummert und die Freude am Theater, welche durch die Arbeit der letzten Jahre in ihnen geweckt worden ist, war jedem anzumerken. Die Gruppe trat als eingespieltes Team auf, eine Einheit, die man ebenso als Zuschauer zu spüren bekam. Insbesondere den Schülerinnen und Schülern bleiben einmalige Erlebnisse, Zusammenhalt und Erfahrungen, von denen man noch lange zehren wird.
(Text: Rebecca Schlothauer, Bilder: Stefanie Richter)
































