Schüler des Salza-Gymnasiums treten beim Rocktheater “Faust’n Roll” auf
Preisfrage: Woher stammt dieses Zitat:
“So schreitet in dem engen Bretterhaus
Den ganzen Kreis der Schöpfung aus,
Und wandelt mit bedächt’ger Schnelle
Vom Himmel durch die Welt zur Hölle.”
“Im Zweifel”, so sagte es einst Herr Wagner “steht es immer im ‘Faust’.”
Recht hat er! Und nicht nur dieses Zitat aus Goethes wohl bekanntestem Werk, an welchem er 69 Jahre seines Lebens schrieb, ist im kulturellen Gedächtnis der Deutschen tief verankert. So bewies es auch Landrat Ahke, der Schirmherr des Rocktheaters “Faust ‘n Roll”, der textsicher den Osterspaziergang vor dem staunenden Publikum zum Besten gab. Von dieser Rezitation bekamen die Schülerinnen und Schüler des Darstellen- und-Gestalten-Kurses der Klassenstufe 11 jedoch nicht viel mit. Sie bereiteten sich hinter der Bühne auf ihren großen Auftritt vor.
Wie kam es dazu?
Vor zwei Jahren, als die Oberstufe bereits das Rocktheater – eine Mischung aus Musical, Rock n’ Roll und Goethes noch immer beeindruckenden Texten – besuchte, hatte Frau Eichhorn die Gelegenheit den Schöpfer und Verantwortlichen dieses Events kennenzulernen. Michael Manthey überzeugte dann die DG-Lehrerin davon, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur im Publikum Platz nehmen müssen, sondern auch aktiv beteiligt sein sollten, um zu spüren, dass Klassiker auch alles andere als eingestaubt und uncool sein können.
Im Vorfeld der zweit Auftritte wurde mit dem Hauptdarsteller Christian Venzke mehrfach (auch freiwillig am Wochenende) die Choreografie einstudiert, die dann im Unterricht geprobt und perfektioniert wurde. Kostüme wurden anprobiert und zum Teil in Eigenregie bedruckt – an dieser Stelle gilt Frau Heine, der Mutter einer Darstellerin, ein herzlicher Dank!
Am Tag der Aufführung war die Aufregung groß: Werden die Tänze klappen? Werde ich mich vertanzen? Was, wenn ich meinen Auftritt verpasse?
Diese Befürchtungen wurden nicht wahr. Sowohl das Schülerpublikum am Vormittag als auch die zahlreich erschienenen Gäste am Abend spendeten tosenden Applaus für die Hauptdarsteller und fantastischen Komparsen des Salza-Gymnasiums, welche als Bürger (“Ich höre schon des Dorfs Getümmel…”), Kellner in Auerbachs Keller, Studenten sowie Hexen und Halbwesen in der Walpurgisnacht auf dem Brocken auftraten.
Dieser Abend war unvergesslich. Auch der Schulleiter des Salza-Gymnasiums, Herr OStD A. Eltahir, zeigte sich begeistert von der Professionalität der jungen Darsteller und von ihrem Mut an einem solchen Projekt mitzuwirken.
Der Stolz auf das Erreichte rechtfertigt alle Mühe im Vorfeld und der Zugang zum alten Goethe ist nun auf ein neues Level gehoben:
“Grau, treuer Freund ist alle Theorie und grün des Lebens gold’ner Baum.” (von wem wohl 🙂 …?)
Text: Theresa Eichhorn, Bilder: Eva-Maria Wiegand (UHZ-online)








Im Bild mit den Profis: Lina Heinemann, Lena Ries, Amelie Buhrke, Angelina Handtke, Nila Lohrengel, Melodie Trabert, Elina Göpel, Charlotte Ludewig, Julian Schüttel, Mia Heine, Martha Jäger, Joy Schmollowski, Levi König